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Samstag, 30. Mai 2015

180 Kilometer auf dem Camino



Es war eine Erfahrung die ich nicht mehr missen möchte. Mit einer Reisegruppe von 23 Mitpilgern gingen wir auf die Reise, bei der ich mir nicht sicher war, ob ich es bis zum Ende durchstehen werde.

Von Pamplona ging es los - in 8 Tagesettappen haben wir die schönsten Etappen bis 28 Kilometer am Tag durchgegangen, durchgestanden, durchgelitten.




Die Landschaft in den Bergen ist atemberaubend - eine Farbenvielfalt - da waren mir auch die Höhenmeter fast egal ;-)




Ich habe unzählige Fotos gemacht und leider kann ich nicht alle zeigen - hier die Kathedrale von Burgos - sehr überwältigend. Innen bestehend aus vielen verschiedenen Kuppeln - immer für den Stifter gemacht.






bei vielen Bildern muss ich erst nachsehen - was es ist - aber dieses hier weiß ich es - die Kathedrale von Leon. Eine wunderschöne Stadt. Wir hatten das Glück und konnten bei der Reise auch viel besichtigen. Damit kam auch dieses Lustgefühl nicht zu kurz.


 Ich sags ja - in den Bergen ist die Landschaft ein Traum- diese Farbenvielfalt, alles blüht gerade - man hört das vertraute Kuckuck - klingt in spanisch auch so ;-) dabei vergisst man ganz, dass man schon den vierten Tag infolge unterwegs ist.




 Am Ende des Abends wurden wir mit einer Templerburg belohnt. Leider hatten wir nicht die Zeit um die Burg auch noch von innen zu besichtigen.

 Die Geckos waren gut 20 cm lang - sie waren wohl schon an den vorbeistrebenden Pilgern gewöhnt, die keinen Blick für die Umwelt haben, weil sie schnell nach oben wollen. Darum blieben sie so lange sitzen bis wir sie fotografiert hatten.


Ist euch schon der Himmel aufgefallen - wir hatten die ganze Zeit schönes Wetter - nicht einmal mussten wir den Regenschutz auspacken. Wir hatten richtig Glück!


 Auch ein Gipfelkreuz war dabei - wir mussten dafür nur einen kleinen Umweg machen.


Bei dieser Etappe war der keltische Einfluss den ganzen Tag zu spüren. Manchmal hatten wir sogar das Gefühl wir befinden uns in Irland. Alles Grün -  immer wieder Steinmauern zwischen den einzelnen Feldern - auch die Wege im Wald waren von Steinmauern gesäumt.



 und endlich der 100 Stein - von hier aus waren es noch genau 100 Kilometer nach Santiago de Compostela - ein gutes Gefühl


 Ein Aussichtspunkt vor Santiago - diese zwei Pilger grüßen die Stadt - leider konnten wir uns auf dieser Anhöhe nicht lange aufhalten, der Wind blies uns fast vom Hügel.


und schließlich - das erste Ziel der Reise - die Kathedrale von Santiago - ein einmaliges Gefühl - 180 Kilometer in 8 Tagen - und ich habe es geschafft. Fast nicht zu begreifen.

 Am letztes Tag ging es dann ans Ende der Welt - zum Cabo Finisterre - hier ist, der Legende nach, Jakob an der Küste gelandet. Wenn man unterhalb des Leuchtturmes steht, sieht man nur mehr Meer. Unterhalb brechen die Wellen mit einem lauten Donnern gegen die Felsen und man hat das Gefühl man ist alleine auf der Welt. Und gleich dort hinten kann man von der Welt hinunter fallen.






 Zwei mal war ich so weit, dass ich mich an den Wegrand setze, richtig losheule und sterbe. So fertig war ich. 28 Kilometer an einem Tag zu gehen, ging richtig über meine Grenzen hinweg. Ich dachte nicht, dass ich es bis zum Ende des Tages schaffen würde. Die Gruppe hat mich aufgefangen und mir geholfen, bis zum Ende der Etappe zu gehen. Nach dem dritten Tag kam ich dann ins Gehen und es machte mir in der Früh nichts mehr aus die Wanderschuhe anzuziehen und los zu starten.
Für mich war es die richtige Entscheidung den Jakobsweg auf diesem Weg zu besuchen - es hat mir Spaß gemacht, ich konnte einen Teil des Spirits spüren und ich konnte bis zum Ziel durchgehen.

 

Donnerstag, 30. Mai 2013

5 Tage in der Toskana

Ein spontaner Enfall meiner Freundin und mir führten uns mit diesem Ungetüm für ein paar Tage in die Toskana.

Am ersten Tag kamen wir bis nach Innsbruck - ein kleines Mißgeschick hielt uns hier über Nacht auf. 


Am Morgen ging ich eine Runde durch Innsbruck und hatte ein paar super Ausblicke auf die Schanze.
Als riesiger Skisprungfan habe ich die extra gesucht ;-)


Bis es finster wurde wuchs meine neue Tunika ein wenig an.






 Am nächsten Tag fuhen wir durch bis nach Lucca. Dort haben wir uns einen Rastplatz gesucht und sind über Nacht geblieben.
 Bei der Fahrt wuchs meine Tuniks wieder etwas an.

Am nächsten Tag - Tag 3 - in Lucca hatten wir zu Beginn schönes Wetter - die Stadtmauer ist wirklich atemberaubend und sehr lange. Die Hälfte sind wir abgegangen.


Für uns wurde extra der Anitkflohmarkt abgehalten ;-)

Am späten Nachmittag sind wir weiter nach Volterra gefahren. Alleine die Aussicht beim Fahren ist so schön, dass man gar nicht zum Stricken kommt.


Gleich beim Eingang in die Stadt hatte ein Schuster seine alten Werke ausgstellt - vielleicht wollte er zeigen, wie lange seine Schuhe halten.


Der Ausblick von der Stadtmauer hinunter - wieder ein Traum.


In einem Geschäft hätte ich diesen Drachen kaufen können. bei Eur 250,00 habe ich es mir dann doch anders überlegt. Er wäre so schön gewesen!


Volterra selbst ist eine wunderbare kleine Stadt mit sehr viel Alabaster. Leider war unsere Zeit begrenzt, wir mussten am gleichen Tag noch weiter nach Pienza - noch ein gutes Stück weiter nach Süden.
Aber auch hier genügte es einfach, die Gegend zu bewundern.


Tag 4 - Pienza selbst ist die kleinste Stadt wie wir besichtigt haben.


Dafür sind die Blumen größer - diese Kallas waren Mannshoch


das schöne sind die liebevollen Hauseingänge in jeder Seidengasse.

Die Kirche ist von außen sehenswert - hineingelassen wurden wir leider nicht




Die Heimfahrt begann wieder bei schönem Wetter- von Padua nach Trento - ein wunderschönes Tal - Gott sei Dank sind wir auf der Autobahn falsch abgebogen und konnten so eine andere Strecke heimfahren ;-)



zu Hause angekommen ist meine Tunka ein ganz schönes Stückchen gewachsen.


 schnes Tage warens - geregnet hat es immer nur beim Fahren oder nachts - nur kalt wars immer - leider.  Wäre aber momentan egal gewesen wohin wir gefahren wären - es wurde auch weit unten nicht besser. Trotzdem bleibt mir das Abenteuer Wohnwagen immer in guter Erinnerung.